Manchmal klappt es halt einfach nicht. Nicht in Ostrava und auch nicht in Leipzig.

Nachdem ich in Ostrava meine Hallen-Ziel-Zeit nicht erreichen konnte, setze ich noch eine minimale Hoffnung auf die Deutschen Meisterschaften in Leipzig.

Nach einem vorausgegangenem Gespräch mit Konstanze (Klosterhalfen) und ihrem Trainer wusste ich, dass sie sehr schnell anlaufen würde. Tono und ich suchten daraufhin nach einer geeigneten Strategie für mich. Ich sollte die ersten 400 Meter defensiv anlaufen. Wir spielten mit dem Gedanken dann wieder ein wenig auf Konstanze aufzulaufen, wussten jedoch nicht , ob dies realistisch sein würde.  Des weiteren schlichen sich die Gedanken ein, ob ich denn bei dem Versuch die Norm zu laufen so „eingehen“ könnte, dass ich nicht einmal mehr eine Medaille bekommen könnte.

Ich hatte in der Vergangenheit schon zweimal bei den Meisterschaften versucht die geforderte Norm zu laufen. Vergeblich! Es ging immer schief! Und im Sommer 2016 ging es sogar so schief, dass es mich die Europameisterschaftsteilnahme kostete und ein Platz fünf dabei heraussprang.

Mein Trainer und ich entschieden uns erst einmal dafür, dass wir warten würden, was denn auf den ersten 400 Metern passieren würde und das tat ich dann auch.

Sagen wir es mal so: Es wurde wahnsinnig schnell. Konstanze lief eine 4:04 min!!!!!!
Deshalb entschied ich mich gegen einen Normangriff und wurde lieber deutsche Vizemeisterin!

Es ist schade, dass ich leider in den zwei Wochen, in denen ich die Saison bestritt, nicht das Abrufen konnte, was ich meiner Meinung nach hätte leisten können, aber so ist es eben. Vielleicht waren es doch auch ein wenig zu viele Wettkämpfe und Klausuren zur gleichen Zeit. Ich weiß es nicht und es spielt jetzt auch keine Rolle mehr. Denn die Vorbereitung hat schon wieder Fahrt in Richtung Sommer aufgenommen und dieser zählt ja schließlich.

Mein Debüt bei den Deutschen Cross-Meisterschaften

Bevor jedoch die Sommersaison eröffnet wird, finden traditionell im Frühjahr immer die Deutschen Cross-Meisterschaften statt, an denen ich dieses Jahr auch teilnahm. Falls mich jetzt jemand in der Ergebnisliste sucht; bitte lasst es. Ihr werdet mich nicht finden.

Ich hatte die Ehre in diesem Jahr als Co-Moderatorin die Meisterschaften neben Andreas Menz zu begleiten. Anbei noch einmal vielen Dank an ANDI, meinem Mentor!

Da ich hoffentlich im Herbst mit meinem Studium fertig sein werde, suche ich schon einmal hin und wieder Möglichkeiten, um Erfahrungen zu sammeln. Damit ich herausfinden kann, in welche Richtung ich nach meinem Journalistik & PR-Studium gehen möchte.

Unser Tag begann bereits um sieben Uhr: Gruppenbesprechung, Mikrotest und Streckenbegehung folgten. Ich sollte ja schließlich auch wissen, wie sich die Strecke für jegliche Läuferinnen und Läufer anfühlt. Ja, laufbar! Aber ich werde dennoch keine Cross-Läuferin.

Meine Tagesaufgabe: Interviews nach den jeweiligen Rennen führen, zuzüglich durfte ich fast alle neuen deutschen Meister am Mikro begrüßen.

Nach anfänglichen technischen Schwierigkeiten, inklusive Nervosität und zu vielen Gedanken in meinem Kopf, wurde ich mit jedem Interview sicherer und fragte Wissenswertes. Es war für mich auch ein klein wenig verwirrend. Normalerweise war ich immer die Befragte und nicht die, die fragte! Mein Tag in Niedersachsen ging rasend schnell vorbei. Ich hätte gerne jeden einzelnen Teilnehmer am Mikro begrüßt, zum einem um weiter zu üben und zum anderen, weil ich so viel Spaß hatte!

Deshalb möchte ich mich auch noch bei dem VfL-Löningen für das Vertrauen und die herzliche Aufnahme bedanken.

Momentan trainiere ich in Monte Gordo (Portugal). Ich habe mich in diesem Jahr dem Hinderniskader um Werner Klein angeschlossen, da ich kein Höhentrainingslager mehr machen wollte.

Warum?! Oftmals hatte ich mit der Anpassung bzw. Rückanpassung und mit dem Training in der Höhe Probleme.

In Portugal habe ich noch einmal die Wochenkilometer hochgeschraubt, um an meiner Ausdauer zu arbeiten. Den Fokus legten wir jedoch eher auf die Schnelligkeit, da diese unserer Meinung nach das Problem in der letzten Saison darstellte.

Noch bis Sonntag verbleibe ich in Portugal, bevor die Klausurphase in der Uni weitergeht. Neben dem vielen Training lerne ich also mal wieder für meine Klausuren.

So, das waren meine letzten Wochen.

Ich wünsche Euch allen flinke Beine.

Bis bald Eure